Kumbh-Mela Ponton-Brücken
über Ganges und Yamuna

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Das gesamte Kumbh-Mela Gelände verteilt sich jeweils auf beide Ufer an Ganges und Yamuna. Das Herzstück der Kumbh-Mela ist der Sangam, das ist die Landzunge am Zusammenfluß des Ganges und der Yamuna und Ziel aller Gurus und Pilger. In diesem Bereich überspannt eine Eisenbahnbrücke aus Stahl und eine vierspurige Straßenbrücke aus Stahlbeton den Ganges und eine kombinierte Straßen - Eisenbahnbrücke die Yamuna.

Diese Überbrückungskonstellation reicht für den normalen Verkehr aus, nicht jedoch bei verschärften Anforderungen während einer Mela, denn die Kumbh-Mela kommt nie zur Ruhe, sie bewegt sich immer, Tag und Nacht, 24 Stunden. Ständig ist ein Kommen und Gehen der Badenden und ihr Uferwechsel auf den Pontonbrücken.

 

Die zusätzliche Verbindung zwischen den Ufern wird durch Hilfsbrücken hergestellt, mit deren Erstellung bereits Monate vorher begonnen wird. Insgesamt werden 14 Pontonbrücken zusätzlich erstellt, 12 über den Ganges und 2 über die Yamuna.

Über die Brücken bewegt sich alles, Busse, Versorgungs - LKW, Kamele, Elefanten (verursachen erhebliche Schwankungen) und natürlich Menschen.

 

Mann kann es nicht glauben, wenn mann es nicht selbst gesehen hat. Tage vor und Tage nach dem 24.1. haben die Brücken Millionen Menschen benutzt, Tag und Nacht in 12er Kolonnen (nebeneinander) sich über die Brücken treiben lassen.

Das Tempo bestimmt die Masse, ein Anhalten ist nicht möglich, jeder wird mitgespült. Um das totale Chaos zu verhindern, gilt Einbahnreglung, die eine Brücke für hinüber die andere für zurück und das Ganze kontrolliert durch die Polizei, die an jedem Brückenkopf eine kleine Station unterhält.Wer trotzdem gegen den Menschenstrom schwimmen will, wird von der Polizei herumgedreht, notfalls mit Gewalt.

2 Brücken über den Ganges, die nächsten zum Sangam, sind für die Allgemeinheit gesperrt und sind ausschließlich für die heiligen Prozessionen reserviert. Die Brückengeländer dieser beiden Brücken schmücken Girlanden aus Tahetisblumen, die ständig erneuert werden.

 

Für diese Hilfsbrücken waren über 900 Pontons notwendig. Etwa 500 Pontons waren von den vorhergehenden Melas noch vorhanden, 400 Pontons mussten neu hergestellt werden. Die Schwimmkörper haben etwa 3,00 m im Durchmesser und sind zwischen 8 und 14 m lang. Sie bestehen aus verschweißtem Eisenblech mit einer inneren Aussteifung. Rostschutz ist keiner aufgebracht und so halten die Schwimmkörper etwa 10 Jahre bis sie durchgerostet sind.
Ein Ponton kostet, je nach Größe etwa 4.000-5.000 US Dollar.

Ab August 2000 wurde an den Pontons in einer Feldfabrik gearbeitet. Das Arbeitsgelände liegt auf dem späteren Melagelände.

Alles wird in Handarbeit erstellt, mit Ausnahme einer alten hydraulischen Walzmaschine mit der die Teile vorgebogen werden.

Es gibt keine Werkhallen sondern nur freien Himmel, keine Berufsgenossenschaft und die Arbeiter schlafen in Zelten an Ort und Stelle. Gekocht wird am selbstgemauerten Herd im Freien. Gewaschen wird sich am Brunnen, Toiletten bestehen aus einem Loch im Boden, 4 Pfähle und darum Sackleinen gespannt.

Zu Hunderten liegen fertige und halbfertige Pontons umher, dutzendfach stehen die Schweißer an den Röhren, dass die Funken nur so fliegen.

 

 

 

Es hat geklappt, alle 14 Brücken schwimmen im Ganges und der Yamuna.

 

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