Kumbh-Mela

Bei Neumond am 24. Januar 2001 standen - wie nur alle 12 Jahre - die Gestirne in "geistig erhöhender" Konstellation zusammen, der ideale Zeitpunkt für das sündenreinigende Bad im Ganges.
(Für Astrologen: wenn Jupiter in das Sternbild des Wassermanns eintritt.)

2001 war es eine besonders günstige Konstellation, die nur alle 144 Jahre eintritt, deshalb wurden auch besonders viele Pilger erwartet.

Die Kumbh Mela bei Allahabad ist das bedeutendste religiöse Fest Indiens.

Sicherlich spielt es auch eine Rolle, dass es sich um die erste Mela im neuen Jahrtausend handelte.

Die Schöpfungsgeschichte der Hindus beginnt mit dem großen Kampf zwischen Dämonen und sterblichen Göttern.
Es ging um einen Krug (Kumbh), der den Nektar der Unsterblichkeit enthielt.
Es war ein erbittertes Ringen und beide Seiten erlitten hohe Verluste. Es gelang Vishnu, dem Sohn des Gottes Indra, den Krug in seine Hände zu bekommen und vor den Dämonen zu flüchten.
Während des Kampfes fielen 4 Tropfen des Nektars in irdische Gewässer,jeweils ein Tropfen in den Ganges bei Prayag (heute Allahabad) am Zusammenfluß des Ganges und der Jamua, in Haridwar an der Stelle, an der der Ganges aus dem Himalaya in die Ebene eintritt, in Nasik am Ufer des Godawori und Ujjan am Ufer des Shipra.
Nach zwölf Tagen Kampf haben die Götter die Dämonen besiegt und tranken den Nektar der Unsterblichkeit bis zur Neige aus.

In jeder der 4 Städte, auf die ein Tropfen des heiligen Nektars fiel, finden im Wechsel alle 12 Jahre (in Anlehnung an den 12 Tage dauernden Kampf zwischen Göttern und Dämonen) eine Mela statt, d.h. alle 3 Jahre in einer der vier Städte.

Die Mela in Allahabad ist die größte und heiligste von allen.
Seit dem 13. Jahrhundert ist die Kumbh Mela ein unverzichtbarer Teil der hinduistischen Kultur. Jeder gläubige Hindu sollte mindestens einmal in seinem jetzigen Leben an einer Kumbh Mela teilgenommen haben, Gurus und Sadhus sind hierzu geradezu "verpflichtet" diese Mela zu besuchen.

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