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Spaziergang
über das |
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Sangam:
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Zeltstadt im Hochwasserbett In diesem Flußbett, überwiegend entlang dem Ganges, ca. 5-6 Kilometer flußaufwärts und ebenso in Richtung der Stadt Allahabad, befindet sich das Melagelände. Das Hochwasserbett ist mit feinstem Staub bedeckt, den Ablagerungen des Flusses. Dies bedeutet bei Regenwetter Matsch und bei Sonnenschein Staubwolken. Im Januar, Februar 2001 fiel kein Regen und deshalb gibt es Staubwolken, aufgewirbelt von Millionen rastloser Füße. |
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Shopping für die Pilger Findet, egal wo auf dieser Welt, ein religiöses Fest statt, so hat der Pilger nach spiritueller Betätigung den Wunsch nach weltlicher Zerstreuung, Unterhaltung und sonstigem nützlichen Tun (= shopping gemeint). So findet er auch hier ein großes Kirmesangebot, mit Riesenrädern, Schaukeln, Akrobaten und Schaustellern, abseits einige unterhaltsame Geschichtenerzähler und lange Budenstraßen mit endlosen Verkaufsständen. Das Warenangebot richtet sich nach der überwiegend angereisten Landbevölkerung, Zaumzeug für Pferde und Kamele, Töpfe, Pfannen, Feldgeräte und die neueste Kollektion von Unterwäsche. Kilometerlang sind die Wege, die Sonne heiß und der Staub dicht, so dass eine kleine Runde für mich persönlich ausreichend ist. Ausgelassene Kirmesfreuden werde ich auf dem Oktoberfest nachholen. |
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Man meint es ist nichts los
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Überwiegend Landbevölkerung angereist
Auf dem Gelände
wird ein freier Fleck belegt und mit selbst mitgebrachtem Stroh und/oder
Decken zum "Hotel" umgebaut. Der
Ofen (= 3 Ziegelsteine) mit getrocknetem Kuhdung angeheizt und sofort
Tee gekocht, später eine Mahlzeit zubereitet und dann sitzen sie
in langen Reihen oder Gruppen zusammen und essen gemeinsam. Ich schaue
ihnen zu und sie schauen mir zu beim fotografieren. Der bunte Pilgerwimpel
wird inmitten der Gruppe in den Sand gepflanzt: "hier sind wir, hier
treffen wir uns wieder nach dem Bad im Ganges". |
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Tag und Nacht ist Badezeit
Klar, jeder ist versucht bei der Morgenkälte möglichst angezogen,nahe an das Ufer heranzukommen, um die letzten "unbekleideten" Meter möglichst kurz zu halten. Die Männer gehen voran und in ihrem "Windschatten" folgen Frauen und Kinder. Die Männer steigen in Unterhosen ins Wasser, die Frauen in ihren Sarees. Es wird mehrmals untergetaucht und einige Tropfen heiliges Gangeswasser getrunken und anschließend auch noch in einem Plastikkanister abgefüllt, für die Verwandtschaft zuhause. Wieder am Ufer wickeln sich die Frauen aus den nassen Sarees in trockene ein. Anschließend sieht man tausende von bunten Sarees im Wind flattern. Ein typisches Melabild! |
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Bademeister an den Ufern Die Organisation hat alles getan um Unfälle zu vermeiden und so sitzt alle 20 Meter ein "Bademeister und Aufpasser" in einem Boot mit Schwimmreifen und Lautsprechertüte. Viele Pilger lassen sich mit dem Boot auf der Yamuna zum Sangam rudern, die Preise sind vergleichsweise zum November um etwa das 10-fache gestiegen. Ganze Clans sitzen in Holzbooten die von zwei Ruderern bewegt werden. Tausende von Booten sind unterwegs. Ziel ist die Flussmitte, hier sind die Brahmanenpriester vor Anker gegangen und halten ihre Zeremonien auf dem Ganges ab. |
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2. Teil des Spaziergangs |
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